Samstagsplausch {25.17}


Wochenende 

Eine absolut entspannte Woche liegt hinter mir. Am letzten Wochenende, waren wir noch "schnell" in Rostock. Hier habe ich schon davon berichtet. Ein Wochenendtrip, der sehr schön war. Den Montag verbrachte ich bei den Eltern und am Abend waren wir zum Grillen eingeladen. Das war auch ein schöner Abend. Die nächsten Tage waren zu heiß, um großartige Unternehmungen durch zu ziehen. So verbrachte ich viel Zeit mit Freunden. Am Mittwoch, am Sommeranfang, spielten in der gesamten Stadt (und auf der Welt) Musikanten auf den Straßen. Fête de la Musique, hat uns dieses Jahr allerdings nicht so vom Hocker gerissen. Vielleicht wieder nächstes Jahr. Am Freitag war mein geliebtes Strickschlemmen. Ich habe einen leckeren Melonensalat gemacht. (Nur ohne Oliven) Richtig erfrischend. Außerdem gab es wieder eine echt leckere Erdbeertorte. Die hat uns Marion gezaubert.
Nachdem ich die Woche so etwas wie Urlaub hatte, darf ich an diesem Wochenende wieder arbeiten. Heute Abend, bin ich zu einer Abschiedsfeier eingeladen. Die Tochter einer Freundin geht für eine lange Weile ins Ausland. Außerdem hat sich kurzfristig der Monsterjunge angesagt. Seine Jungs (er trainiert einige Spieler aus der A-Jugend) spielen gegen die Spandau Bulldogs. Da kann man auch mal die Eltern mit einem Besuch erfreuen. Den Sonntag haben wir noch nicht verplant. Aber ich hin mir sicher, wir werden uns nicht langweilen...
Und was machst du? Hast du etwas geplant?





Gartenrosen und der verlorene Zweig & Stadtgeschichten

Aus dem Garten entführt... 

... und auf der Straße gefunden. Also den Lindenzweig. Den hat es wohl von den Bäumen geworfen. Denn als ich gestern im Garten war, zog ein mächtiger Sturm auf. Erst gab es nur dicke Tropfen, aber dann ging es richtig los. Der Wind schüttelte die Kirschbäume und Rosensträucher, so dass die letzten und wenigen Kirschen, die uns der Frost im Frühjahr ließ, auch fast noch abgeblasen wurden. Der Regen kam quer,  wir konnten uns nicht einmal unter die Markise retten.


Ein kleines, trockenes Plätzchen fand ich dann noch und strickte an meiner Jacke weiter. Die Eltern, die mit dem Auto da waren, ergriffen lieber die Flucht. Mein Drahtesel trotze den Sturmfluten. Am Ende war alles wieder gut und meine Jacke fertig. Ich schnappte mir die Rosenschere und wilderte durch den Garten. Nur gut, dass der Vater meinen Blog nicht liest.


Stadtgeschichten

Letzte Woche war ich in unserem Supermarkt. Ich wollte einen bestimmten Wein haben, den die tatsächlich von einem kleinen badensischen Winzer bekommen. Leider war er wiedereinmal komplett vergriffen. Der Weinverkäufer kniete gerade vor dem Regal und so konnte ich ihn fragen, ob er mir einige Flaschen zurück legen kann, wenn die nächsten Lieferung kommt. Na klar, gar kein Problem. Ich sollte ihm meine Telefonnummer da lassen, dann meldet er sich, wenn ich den Wein abholen kann. 

Vier Tage später klingelt mein Handy. Oh fein, ich komme dann demnächst und hole ihn ab, den Wein. 
Drei Tage brauchte ich noch, um wieder in den Supermarkt zu fahren. Der Weinverkäufer, den ich schon kannte, war nicht anwesend. Aber ein anderer, der auch die Weine auffüllte. "Entschuldigung, ich hatte eine Kiste Wein bestellt, können Sie mir helfen?" "Ja", ähm, und nun. Ich stand dem Mann gegenüber und er packte weiter aus. Kein weiteres Wort verließ seine Lippen. "Wo kann ich den Wein abholen?" "Drüben, beim Büro" und wedelte mit der Hand in den hinteren Bereich des Supermarktes. Gut, dann geh ich mal nach dem Büro suchen. 


Ein anderer Verkäufer stand zwischen den hinteren Regalen und sortierte Limonaden ein. "Entschuldigen Sie, wo finde ich das Büro?" Ein skeptischer Blick und dann eine freundliche Handbewegung Richtung Kassen. "Dort". Eigentlich wirbt dieses Unternehmen mit absoluter Freundlichkeit. Ich zog also Richtung Kassen und entdeckte in einem Seitengang das Büro. Ich habe es noch nie wahr genommen. Dort stapelten sich einige Wein - und Sektkisten. Katzenfutter und - Streu. Und noch einiges Andere. Nur nicht die Kiste mit dem bestellten Wein.


Eine, zur Abwechslung mal nette Frau, kam das Treppchen herunter und fragte, ob sie mir helfen könne. Ich erklärte ihr, was ich suchte. Sie schnappte sich ihr Telefon und orderte den Verkäufer heran. Es kam meine erste Begegnung. Brummelnd schaute er sich die Kisten an. "Vielleicht hab ick noch eene im Kella. Ick jeh mal kieken." Damit wackelte er wieder davon. Ich blieb wo ich war. Die Tiefkühltruhen hatte ich mir ja immerhin auch schon lange nicht mehr genauer angeschaut. Nach gefühlt 20 Minuten schnaufte der Verkäufer wieder an, schob meine anderen Einkäufe im Wagen zurecht und ließ den Wein hineinplumpsen. "Schönen Tach och..." schnaufte er und wackelte wieder davon. Mein Danke, verhalte in den Tiefkühltruhen. Die Berliner sind einfach immer zu freundlich und höflich und zuvor und....


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Überraschung!!!

Den Monsterjungen überraschen...

Das war unser Plan. Er hatte keine Ahnung, dass wir ihn in seiner neuen Heimat besuchen werden. Schon morgens losgefahren, haben wir wie immer, wenn er ein Spiel hat, über Whatsapp Kontakt gehalten. So bleibt er einfach mal absolut ahnungslos. Nur ein Stau hielt uns etwas auf der Autobahn auf.


Aber nicht lange und wir waren in der Hansestadt gelandet. Berlin liegt zum Glück nur  knappe 230 km oder so entfernt. Also cirka 2  Stunden Fahrt, nicht länger, als wenn man mal durch die Stadt fährt, um ans andere Ende zu kommen und genügend Baustellen auf der Strecke liegen. Unsere erste Anlaufstelle war eine Pizzeria, die wir schon kannten und die wir außerordentlich gut finden. Die Pizzen haben die Größe eines Wagenrades.


Aber das Meer mussten wir auch noch kurz besuchen, bevor wir ins Stadion fuhren, um den Monsterjungen zu überraschen. Strahlend blauer Himmel, lud eigentlich zum Baden ein. Der Strand in Warnemünde, sieht so verlockend aus, dass ich mich wirklich zusammenreißen musste. Der Monstermann stellte sein Auto aber so gekonnt ab, dass wir wirklich nur einen kurzen Blick werfen konnten, bevor man ihm, (Gott sei Dank nicht!) das Auto abschleppt.


Hätten wir doch bloß mehr Zeit gehabt. Aber vielleicht dann am Abend. Vielleicht können wir uns noch eine nette Unterkunft suchen und einige Tage an der See bleiben. Selbst die freundliche Möwe auf dem Strandkorb, wollte uns den Weg in eine Pension zeigen. Später, kommen wir bestimmt zurück...


Das Monstermädchen hatte die hübsche Idee, ihrem Bruder eine Überraschung zu bereiten, indem wir uns passende T-Shirts drucken ließen. Die 47 ist dem Monsterjungen seine Spielernummer. Die schleppt er nun schon seit 4 Vereinen mit sich. Und fordert sie bei jedem neuen Verein ein. Für uns ist es damit einfach, ihn auf dem Spielfeld wieder zu finden.


Eine langjährige Freundin der Monsterkinder hat uns beleitet,  um den Monsterjungen zu überraschen. Seit Kindergartenzeiten kennen sich unsere Nachwuchskünstler schon. Wie Geschwister kommen sie sich in manchen Momenten  vor. 
Jetzt aber los, ins Leichtathletikstadion nach Rostock, zu den Rostock Griffins, sonst verpassen wir noch den Kickoff...
Die Cheerleader hüpften schon lustig vor sich hin, als unser Monsterjunge die Treppe ins Stadion herab lief. Ausstaffiert,  mit einem guten Helm und einem Shoulderpad, das ihn noch ein wenig breiter wirken lässt, als er in Wirklichkeit ist.


Erst hatte er uns gar nicht gesehen. Gemächlich lief er die Treppe hinab. Und dann traf sein Blick auf seine Monsterschwester. Ähh, was macht die denn hier? Und dann, sah er die Freundin und seine dämlich grinsenden Eltern... Ich dachte noch, dass wir ihn nur nicht aus der Konzentration bringen. Aber, da musste ich mir wirklich keine Sorgen machen. Er war voll bei der Sache.


Ich hätte gerne den Platz des Fotografen, in der ersten Reihe gehabt. Aber noch näher, bin ich mit meiner Kamera nicht gekommen. Aber mein Objektiv hat mir ein wenig Nähe verschafft. Nach einigen Jahren Football, verstehe ich die Regeln wesentlich besser. Aber noch immer, lerne ich etwas dazu. Spannend, war das Spiel allemal.


Der Junge spielt in der Defense. Er muss zusehen, dass die gegnerische Mannschaft nicht mit dem Ball Yards macht. Also, nicht über die 10 Yards hinaus kommt. Denn dann, ist wieder die Mannschaft des Monsterjungen dran. Mein "Kleiner", tut alles, damit sie den Ball wieder bekommen und Punkte machen können. Leider, hat die Offense der Griffens zu wenige Punkte gemacht. 






Mein Monster nimmt es auch mit den dicken O-Linern auf. Er schiebt sie mit einiger Kraft einfach über das Feld. Manchmal hebelt er die Gegner hoch. Ich weiß ehrlich nicht, wie er das macht. Nach dem Spiel, hat er jedenfalls eine Menge Blessuren. Diesmal ist ihm sogar einer der Gegner auf den Unterarm getreten, als er am Boden lag. Bestimmt ist es ein ordentlich dickes Hämatom geworden. 



Nach dem Spiel haben wir unseren Kleinen noch in eine Burger-Bude in Rostock eingeladen. Hungrig war er schon immer, diesmal ist ihm ein XXL Burger mit 26 cm Durchmesser zum Opfer gefallen. Doppelt Fleisch und eine Menge anderer Leckereien dazu. Müde und satt, lieferten wir ihn dann zu Hause ab. Und traurig, mit etwas Heimweh, ließ er uns wieder ziehen. Aber gefreut,   hat er sich sehr. Ganz bestimmt.

Samstagsplausch {24.17}

Shape your shades

Ist es bei dir auch gerade so kalt und regnerisch, wie bei uns in Berlin. Also, mir kommt es gerade besonders kalt vor. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mich eisern wehre, eine lange Hose anzuziehen. Es ist doch schließlich fast Sommer. Am 21. Juni ist Sommeranfang und da steppt der Bär wieder durch die Stadt. In vielen Restaurants und Cafés wird Musik gemacht. Feté de la Musique heißt es dann wieder. Ich denke, da werde ich mir wohl ein Plätzchen suchen...
Heute bin ich erst einmal unterwegs. Wir machen einen Ausflug. Wohin, kann ich nicht verraten. Das ist noch ein Geheimnis. So lange kann ich dir erzählen, was ich im Moment stricke. Ja ich weiß, ich hänge immer noch an der selben Jacke fest, wie letzte Woche. Aber ich bin schon ein ganzes Ende weiter. Noch 1 1/2 Schatten, dann kann ich mit den Ärmeln anfangen. Zum Lesen komme ich gerade eher weniger. Denn die Jacke fordert meine Aufmerksamkeit. Noch ein Grund mehr, dass ich sie schnell fertig machen sollte, denn das Buch "Vom Ende an" ist ein gewaltiges Buch mit wenigen Worten. 
Die Woche war ziemlich lang für mich. Ich war zu den unmöglichsten Zeiten Arbeiten. Ich habe schlichtweg nicht viel gemacht. Zwischendurch eben ein paar Reihen gestrickt oder in das Buch geschaut. Gestern habe ich mein Lauftraining wieder aufgenommen. Seit dem Avonlauf, habe ich meinen Knöchel geschont. Ich habe zwar die Einlagen in meine Laufschuhe gemacht, aber mich nicht mehr getraut los zu joggen. Gestern dann, hopp, hopp, keine Widerrede mehr. Im strahlenden Sonnenschein bin ich los, im strömenden Regen kam ich zurück. Der Knöchel hält. Vielleicht sind die Einlagen ja doch nicht so schlecht. Ich werde weiter berichten.
Etwas möchte ich dir noch ans Herz legen. Ich mache bei der Blogtour Bella Italia mit. Vielleicht magst du dort schon mal etwas vorausstöbern...
So und nun lasse ich dich wieder zu Wort kommen. Gibt es etwas neues bei dir?